Wie chronisch Kranke online Community Netzwerke nutzen

Für viele Nutzer sind Social Network Communities eine Plattform, um mit Freunden zu chatten, Freunden neue Fotos zu zeigen, oder sich mit social Games die Zeit zu vertreiben. Für Menschen mit chronischen oder Behinderungen hingegen spielen diese Netzwerke eine ehr wichtige Rolle in ihrem Leben.

Wie eine gestern veröffentlichte Studie des Pew Internet Project und der California HealthCare Foundation herausfand, haben chronisch Erkrankte häufig keinen Zugang zum Internet. Wenn sie jedoch Zugang haben, liegen ihre Schwerpunkte auf Blogs und sozialen Netzwerken. Bei den Netzwerken spielen aber Massen Netzwerke wie Facebook oder MySpace kaum eine Rolle. Besonders Netzwerke, die gezielt auf Patienten ausgerichtet sind, werden von chronisch Kranken besucht. Beispielsweise große Netzwerke wie PatientsLikeMe, HealthCentral, Inspire, CureTogether und Alliance Health Networks, aber auch kleine Netzwerke, auf Ning und Wetpaint. Diese kleinen Netzwerke, wie LungenkrebsC oder InfertilityNetwork konzentrieren sich auf ein Krankheitssymptom und bieten hierzu Betroffenen und Angehörigen eine Plattform sich auszutauschen.

Nicht überraschend findet die Studie heraus, dass chronisch Kranke das Internet viel stärker als gesunde nutzen, um gezielt nach Informationen zu ihrer Krankheit zu finden. Als Trend zeichnet sich in der Studie jedoch ab, dass der soziale Aspekt des Internets zunehmend an Bedeutung gewinnt. Besonders ans Haus gebundene Betroffene nutzen verstärkt soziale Plattformen, um ihr Sozialleben aufrecht zu halten. Netzwerke bieten die Mglichkeit mit Menschen zu sprechen, die in der selben Situation sind und daher Tipps und Hilfe bieten können, die Ärzte und Familie nicht geben können. Auch um Themen zu besprechen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Krankheit stehen.

Auf Diabetic Connect, einer Diabetes Community mit mehr als 140.000 Mitgliedern, werden Rezepte für Diabetiker geeignete Süßspeisen miteinander geteilt, Produkte, wie Insulinmessgeräte bewertet oder Diskussionen zum Umgang mit Familienmitgliedern geführt.

Kritiker solcher Netzwerke bemängeln, dass es durch Fehlinformationen zu falschen medizinischen Diagnosen und Behandlungen kommen kann. Die meisten Netzwerke jedoch kennzeichnen klar, dass die hier gegebenen Tipps nicht die ärztliche Diagnose ersetzen kann. Die Studie hat die Befürchtungen ebenfalls zerstreut, da ihre Ergebnisse zeigen, dass weniger als 2% der Befragten chronisch Kranken berichten, dass sie aufgrund solcher Fehlinformationen geschädigt wurden.

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